Vor gut einem Jahr ist Evo Morales als erster Vertreter der ursprünglichen Bevölkerung Boliviens zum Staatspräsidenten gewählt worden. Und er ist angetreten, das Land zu verändern, Macht und Reichtum neu zu verteilen. Obwohl die Veränderungen nicht reibungslos ablaufen, obwohl es immer wieder zu Streiks, Demonstrationen und Strassenblockaden kommt: Die Erwartungen in den neuen Präsidenten sind gross. So berichtet der neue WENDEKREIS unter anderem von der Juristin Teresa Lanza, die hofft, dass es nun endlich vorwärtsgeht mit den Frauenrechten. Oder von Koka-Bauern, die froh sind um die Beruhigung der Situation und mit besserer Anerkennung rechnen. Und vom Naturarzt Simón Beltrán, der darauf setzt, dass Naturmedizin nun Teil des öffentlichen Gesundheitswesens wird.
Aber nicht alles in Bolivien ist Politik. Im reich bebilderten Heft ist auch über hoffnungsvolle Pfarreiarbeit zu lesen und über eindrückliche Feiern für die Verstorbenen.
«Koka ist eine wunderbare Pflanze»
Koka hat in den Traditionen und im Alltag der Andenvölker einen wichtigen Stellenwert. Unter Evo Morales wird nun erstmals die Politik verfolgt, den Konsum der Kokablätter zu fördern bei gleichzeitiger Bekämpfung des Drogenhandels. Der WENDEKREIS war auf Besuch bei Kokabauern.
Autorin: Rosmarie Kayser
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Brot, Bier und Musik für die Verstorbenen
Die Seelen Verstorbener werden an Allerheiligen in die Häuser eingeladen, an reich gedeckte Tische. Und auf den Friedhöfen teilen die Menschen Gebete, Speis und Trank.
Autorin: Rosmarie Kayser