Ecuador

WENDEKREIS 03 / 2008

RedaktorIn: David Coulin

Im Armenquartier Vista Hermosa in Quito werden Strassen gepflastert, die Rosenfarm «Hoja Verde» in Cayambe sieht die Zeit gekommen, etwas zu riskieren und in das Schokoladegeschäft einzusteigen, und in Tulcán ganz im Norden des Landes wurde soeben eine Parkanlage eingeweiht: Während der Recherchereise für dieses Heft begegnete ich in Ecuador immer wieder ganz konkreten Zeichen des Aufbruches.

Auch die Hoffnung der Menschen, mit denen ich sprach, ist gross. Sie wollen, dass der Staat endlich aus demKorruptionssumpf herausfindet. Und sie sind überzeugt, dass Ecuador endlich die grosse Wirtschaftskrise des Jahres 2000 überwindet. Mit dieser Hoffnung verbindet sich ein Name: Rafael Correa. Wie kein Präsident zuvor geniesst er das Vertrauen der Bevölkerung. Und wie kein Präsident zuvor verspricht er nicht nur, sondern er hält auch, was er verspricht.

Trotz besserer wirtschaftlicher Bedingungen steht der Aufbruch aber noch auf schwachen Füssen. Noch immer gehen Kinder in Vista Hermosa nicht zur Schule, noch immer wird hinter vielen Lehmfassaden gehungert. Wenn sich die Fachpersonen der Bethlehem Mission Immensee in der Bildungsarbeit und der Sozialpastoral engagieren, leisten sie im Kleinen einen wertvollen Beitrag, damit der Aufbruch trotzdem gelingen kann. Denn gerade die Verbesserung der Grundversorgung und der Bildung der benachteiligten Menschen schafft erst die Grundlage dafür.


Wendezeit in Ecuador

Mit der Wahl von Rafael Correa als Präsident Ecuadors im Jahr 2006 ist vieles ins Rollen geraten. Eduardo Delgado Torres, Leiter der politischen Bewegung «Polo Democratico», versucht die neusten Entwicklungen einzuordnen.

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Einzelpreis:
CHF 6.00
EURO 4.00

«Sie erzählen nicht alles am Telefon»: Auswanderung – und was das für die Zurückgebliebenen bedeutet.

Zuerst kommt die Qualität: Die Rosenfarm Hoja Verde produziert Max-Havelaar-Rosen für Migros, Coop und Fleurop.

Zwischen Tradition und Moderne: Die Ureinwohner des ecuadorianischen Urwaldes leben nicht mehr im Einklang mit der Natur.

Die Kleinen bleiben auf der Strecke: Die Folgen des kolumbianischen Drogenkriegs für das Grenzgebiet zu Ecuador.

Bitte keine Süssigkeiten: Der Ökotourismus in Ecuador findet seine Grenzen in der Haltung der Touristen.

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